Digitalisierung an der KGS

Besser als der Plan

 

 

 

 

 

 

 

 

Die KGS-Lehrer der Digitalklassen (vlnr) Annika Prescher, Jens
Harms und Thorsten Drake.                         Foto: Anja Pape

Die Digitalisierung im Unterricht an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) schreitet voran. Seit vergangenem Sommer ist die Schule mit dem Medien-bildungskonzept für den digitalen Unterricht in den fünften Klassen gestartet und bereits jetzt zeigt sich der Erfolg der intensiven Arbeit der Steuergruppe Digitalisierung, die die Lehrkräfte Thorsten Drake und Jens Harms federführend erarbeitet haben. Dass sie genau richtig lagen, wurde auch in einem gemeinsamen Gespräch mit Schulleiter Jürgen Birnbaum, Jens Harms, Thorsten Drake und Annika Prescher deutlich. „Wir haben alles umgesetzt, was im Medienkonzept steht – zu 100 Prozent“, so das Fazit von Harms, der neben Prescher eine der beiden Digitalklassen im fünften Jahrgang unterrichtet. Der Unterricht kann demnach klassisch oder voll digital stattfinden. Außerplanmäßig miteingestiegen sind die Klassen 6b, 7b, 8b, informiert Harms und weitere haben Interesse ange-meldet. Aus Sicht von Harms, Drake und Prescher zeigt sich auch darin der Erfolg, denn für dieses Schuljahr war zunächst nur der fünfte Jahrgang vorgesehen. „Der Weg nach der Pandemie in den traditionellen Unterricht wäre ein Rückschritt gewesen“, kommentiert Drake, Lehrer der 6b: „Da war die Idee, wir springen freiwillig auf diesen Zug auf.“ Entschieden haben das die Eltern, sagt Drake: „Wir arbeiten in Mathe, Chemie, Naturwissenschaften und Deutsch vollständig digital und alle anderen Fächer schließen sich dem an.“ Schnell hat sich in der Schule herumgesprochen, wie gut der Unterricht in den fünften Klassen funktioniert. Nach Einschätzung von Harms ist bei den Schülern mit zunehmendem Alter deutlich mehr Routine erkennbar. Die Kinder lernen „rasend schnell“, sagt er und Drake ergänzt: „Wir lernen damit gemeinsam – Schüler und Lehrer.“ Bewährt habe sich im Unterricht beispielsweise eine Kombination aus digital und analog, wobei die Schüler eigenständig über die Arbeitsweise entscheiden können. Besonders gut kommen das digitale Hausaufgabenbuch und die elektronischen Mappen an. Schwierigkeiten gibt es bei der Eingabe von Passwörtern und schnell war klar, wie wichtig Regeln sind. Dabei werden derzeit mehrere Ansätze in den einzelnen Klassen mit den Schülern gemeinsam entwickelt. Das gemeinsame Ler-nen, die Klassengemeinschaft bis hin zur Ergebnissicherung profitieren spürbar im digitalen Unterricht, sind sich Drake, Harms und Prescher einig. „Es ist ein voller Erfolg und so wie wir es machen, gibt es das nicht noch einmal“, sagt Harms.

Aus dem NOMO vom 20. April 2022