Elternvertretung

(aus: NSchG §88 bis §96)

Die Erziehungsberechtigten wirken in der Schule in den Klassenelternschaften, dem Schulvor-stand, in Konferenzen und Ausschüssen mit. In den Klassenelternschaften haben die Erzieh-ungsberechtigten bei Wahlen und Abstimmungen für jede Schülerin oder jeden Schüler zusammen nur eine Stimme. In den Ämtern der Elternvertretung sollen Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sein und ferner die Erziehungsberechtigten ausländischer Schülerinnen und Schüler in angemessener Zahl berücksichtigt werden.

Wahlberechtigt und wählbar sind die Erziehungsberechtigten. Nicht wählbar ist, wer in einem Beschäftigungsverhältnis zum Land oder zum Schulträger an der Schule tätig oder mit Aufgaben der Aufsicht über die Schule betraut ist. Die Elternvertreterinnen und Elternvertreter werden für zwei Schuljahre gewählt.

Elternvertreterinnen und Elternvertreter scheiden aus ihrem Amt aus,

  • wenn sie mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Wahlberechtigten abberufen werden,
  • wenn sie aus anderen Gründen als der Volljährigkeit ihrer Kinder die Erziehungsberechtigung verlieren,
  • wenn sie von ihrem Amt zurücktreten,
  • wenn ihre Kinder die Schule nicht mehr besuchen,
  • wenn ihre Kinder dem organisatorischen Bereich, für den sie als Elternvertreterinnen oder Elternvertreter gewählt worden sind, nicht mehr angehören oder
  • wenn sie aufgrund eines Beschäftigungsverhältnisses zum Land oder zum Schulträger eine Tätigkeit an der Schule aufnehmen oder wenn sie mit Aufgaben der Aufsicht über die Schule betraut werden.

Die Mitglieder des Schulelternrats sowie die Vertreterinnen und Vertreter in den Konferenzen und Ausschüssen, deren Kinder die Schule noch nicht verlassen haben, führen nach Ablauf der Wahlperiode ihr Amt bis zu den Neuwahlen, längstens für einen Zeitraum von drei Monaten, fort.


Klassenelternschaften

Die Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler einer Klasse (Klassenelternschaft) wählen die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und deren oder dessen Stellvertreterin oder Stellvertreter. Die Klassenelternschaft wählt außerdem die Vertreterinnen oder Vertreter in der Klassenkonferenz und deren Ausschuss nach §39 Abs.1 sowie eine entsprechende Anzahl von Stellvertreterinnen oder Stellvertretern.

Die oder der Vorsitzende lädt die Klassenelternschaft mindestens zweimal im Jahr zu einer Elternversammlung ein und leitet deren Verhandlungen. Eine Elternversammlung ist auch dann einzuberufen, wenn ein Fünftel der Erziehungsberechtigten, die Schulleitung oder die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer es verlangt.

 

Schulelternrat

Die Vorsitzenden der Klassenelternschaften bilden den Schulelternrat. Wird eine Schule von mindestens zehn ausländischen Schülerinnen oder Schülern besucht und gehört von deren Er-ziehungsberechtigten niemand dem Schulelternrat an, so können diese Erziehungsberechtig-ten aus ihrer Mitte ein zusätzliches Mitglied und ein stellvertretendes Mitglied des Schul-elternrats wählen.

Der Schulelternrat wählt die Elternratsvorsitzende oder den Elternratsvorsitzenden und eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter oder mehrere Stellvertreterinnen oder Stellvertreter aus seiner Mitte sowie die Vertreterinnen oder Vertreter und eine gleiche Anzahl von Stellver-treterinnen oder Stellvertretern in der Gesamtkonferenz, in den Teilkonferenzen, außer denen für organisatorische Bereiche und in den entsprechenden Ausschüssen nach NSchG §39 Abs. 1.

Die oder der Vorsitzende lädt den Schulelternrat mindestens zweimal im Jahr zu einer Sitzung ein. Eine Sitzung des Schulelternrats ist auch einzuberufen, wenn ein Fünftel der Mitglieder oder die Schulleitung es unter Angabe des Beratungsgegenstandes verlangt.

 

Regelungen durch besondere Ordnung

Der Schulelternrat kann eine besondere Ordnung für die Elternvertretung in der Schule beschließen. Diese Ordnung kann abweichend vom NSchG §§ 90 und 91 Abs. 2 bestimmen, dass

  • dem Schulelternrat zusätzlich zu den Vorsitzenden der Klassenelternschaften oder an deren Stelle ihre Stellvertreterinnen oder Stellvertreter angehören,
  • ein Vorstand des Schulelternrats aus mehreren Personen gebildet wird,
  • die Vorsitzenden der Klassenelternschaften und des Schulelternrats, ihre Stellvertreterinnen oder Stellvertreter und die Vertreterinnen oder Vertreter in den Konferenzen und Ausschüssen nur für ein Schuljahr gewählt werden.


Geschäftsordnungen

Klassenelternschaften und Schulelternräte geben sich eine Geschäftsordnung.


Mitwirkung der Erziehungsberechtigten in der Schule

Von den Klassenelternschaften und dem Schulelternrat sowie in Versammlungen aller Erzieh-ungsberechtigten der Schule und der im NSchG §§ 92 und 93 Abs. 1 bezeichneten organisa-torischen Bereiche und Gliederungen können alle schulischen Fragen erörtert werden. Private Angelegenheiten von Lehrkräften sowie von Schülerinnen und Schülern dürfen nicht behandelt werden.

Die Vertreterinnen oder Vertreter im Schulvorstand, in den Konferenzen und Ausschüssen berichten dem Schulelternrat oder der Klassenelternschaft regelmäßig über ihre Tätigkeit. Der Schulelternrat kann in Versammlungen aller Erziehungsberechtigten der Schule über seine Tätigkeit berichten.

Schulelternrat und Klassenelternschaften sind von der Schulleitung, dem Schulvorstand, der zuständigen Konferenz oder den Bildungsgangs- und Fachgruppen vor grundsätzlichen Entscheidungen, vor allem über die Organisation der Schule und die Leistungsbewertung, zu hören.

Schulleitung und Lehrkräfte haben ihnen die erforderlichen Auskünfte zu erteilen.

Die Lehrkräfte haben Inhalt, Planung und Gestaltung des Unterrichts mit den Klassen-elternschaften zu erörtern. Dies gilt vor allem für Unterrichtsfächer, durch die das Erziehungs-recht der Eltern in besonderer Weise berührt wird.

Erziehungsberechtigte können einzelne Mitglieder des Schulelternrats mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragen.

 

Vorsitzende des Schulelternrates:     Katrin Solaro            Klasse 10b

Stellvertreterin:                                       Stefanie Scholten    Klasse 8c