Neben der Aufgabe, die Norderneyer Kinder mit Unterricht zu versorgen, unterrichten die Lehrkräfte der KGS Norderney auch Kinder während ihrer Rehabilitationsmaßnahme auf der Insel.
Ziel ist es, individuell auf den Wissensstand der Schüler einzugehen, um so Wissenslücken entgegenzuwirken und einen reibungslosen Anschluss an den Unterricht nach der Rehabilitationsmaßnahme zu ermöglichen.
Das Kinderkurheim „Arnsberg“ bietet Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder. Während der grundsätzlich vierwöchigen Kuren werden jeweils etwa 16 bis 20 Kinder von 3 bis 15 Jahren in Gruppen aufgenommen. Neben therapeutischen Kurmaßnahmen nehmen die schulpflichtigen Patienten am Stützunterricht teil. Während der Schulzeiten wird im Haus Arnsberg in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ein wissenserhaltender Unterricht abgehalten. Dieser Unterricht wird durch Lehrkräfte der KGS erteilt und durch das Personal des Kinderkurheimes ergänzt.
Für den Unterricht im Seehospiz (Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche) stehen drei Unterrichtsräume in der Klinik zur Verfügung, in denen von 7.45 Uhr bis 13.00 Uhr unterrichtet wird. Der Stundenplan wird wöchentlich anhand der Schülerzahlen erstellt und die entsprechenden Schulstunden im Rehabilitationsplan der Schüler vermerkt. Neue schulpflichtige Patienten werden von der Klinik per E-Mail für den Überbrückungsunterricht angemeldet. Unterrichtet werden die Kernfächer Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik und der Anfangsunterricht der Grundschüler. Die Teilnahme an den entsprechenden Schulstunden wird von den Lehrkräften auf dem Formular „Unterrichtsbescheinigung“ für die Schule am Heimatort bescheinigt. Nach Absprache mit der Heimatschule besteht die Möglichkeit, dass die Schülerinnen und Schüler während der Rehabilitationsmaßnahme im Überbrückungsunterricht notwendige schriftliche Arbeiten bzw. Prüfungen ablegen können.